Erdwärmesonden

Unsere Leistungen:

- Standortermittlungen incl. Voranfrage bei Wasserrechtsbehörden

- Erstellen der notwendigen Anträge und Gutachten

- Erstellen der Erdsondenbohrungen

- Anschlussarbeiten der Erdwärmesonden bis zur Übergabe innerhalb des Bauwerks

- Spülen und Befüllen der Anlage mit Wärmeträgerfluid

- Dokumentation der Bohr- sowie Anschlussarbeiten


Allgemeine Informationen Erdwärmesonden / Tiefenbohrung


Erdwärmesonden / Tiefenbohrung

Erdwärmesonden stellen neben den Erdkollektoren ein geschlossenes System für die Gewinnung der in unserer Erde vorhandenen Energie dar. Hierbei wird die aus dem Gebirge gewonnene Energie über ein Wärmeträgerfluid transportiert und dem Wärmetauscher der Wärmepumpe zugeführt.


Arten von Erdwärmesonden

Herkömmliche und i.d.R. verwendete Erdwärmesonden bestehen aus Polyethylen-Kunststoffrohren, der Materialgüte PE 100 RC, PN 16, SDR 11, die am Fuß mit einem U-Formstück miteinander werkseitig verbunden sind. Je nach Bohrtiefe werden 32mm-Duplex-U-Sonden oder 40mm-Einfach-U-Sonden verwendet. Die sog. Koaxialsonden stellen eine gesonderte und seltener genutzte Form der Erdwärmesonden dar. Siehe: Alternative Erdwärmesysteme


Größe der Erdwärmeanlage

Oft wird die Frage "Wieviel Meter braucht man für ein normales Einfamilienhaus" in den Raum gestellt. Die Beantwortung dieser Frage ist etwas komplexer. Die notwendige Größe des Erdsondensystems ist für jedes Bauwerk unterschiedlich. Dies leitet sich aus min. den nachfolgenden Faktoren ab

- Heizlast des Bauwerks
- Warmwasserbedarf
- Leistungsdaten der Wärmepumpe
- Betriebsstunden pro Jahr
- Standort
- Geologie
- Grundwasserverhältnisse

Bei Anlagengrößen >30kW soll nach VDI 4640 Blatt 2 die korrekte Anlagenauslegung durch Berechnungen nachgewiesen werden. Die grundlegenden Eingangswerte für die Berechnungen sowie für die Simulation werden mittels eines Thermal Response Test (TRT) ermittelt.

Rechtslage

Erdwärmesondenanlagen sind im Freistaat Bayern anzeige- und genehmigungspflichtig. Die Erlaubnis wird als beschränkte Erlaubnis mit Zulassungsfiktion erteilt. Die Erlaubnis wird i.d.R gemäß Art. 15 Abs.2 Satz 2 BayWG auf 20 Jahre befristet.

"Bei der Errichtung und dem Betrieb von Erdwärmesondenanlagen handelt es sich um eine Benutzung im Sinne des §9 Abs.1 Nr.4 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG), da dabei Stoffe in das Grundwasser eingebracht werden. Diese Gewässernutzung ist nach §8 und §10 WHG erlaubnispflichtig. Da durch Erdwärmesonden bzw. durch das darin enthaltene wassergefährdende Wärmeträgermittel nachteilige Auswirkungen auf das Grundwasser nicht abschließend ausgeschlossen werden können, fällt die Errichtung von Erdwärmesondenanlagen nicht unter die Erlaubnisfreiheit nach §49 WHG."

Bei Bohrungen von mehr als 100m ist ein bergrechtliches Verfahren durchzuführen.

In sensiblen Gebieten bzw. in Wasserschutzgebieten wird die Errichtung von Erdwärmesondenanlage i.d.R. untersagt bzw. unter Einhaltung von erweiterten Auflagen und Bestimmungen begrenzt erteilt.

Der Errichtung von Erdwärmesondenanlagen wird nicht immer zugestimmt. Eine vorherige Klärung mit den zuständigen Wasserbehörden ist empfehlenswert.